Kurzurlaub Spessart - Der Spessart ist ein waldreiches, weitläufiges Mittelgebirge in Hessen und Bayern. Die reizvolle Kombination aus Wäldern, Wiesen, Flußtälern und einem milden Schonklima machen den Spessart zu einem idealen Ziel für einen erholsamen Kurzurlaub.
Der Spessart, ein sanftes Mittelgebirge mit einer Fläche von ca. 2.450 m² und einer maximalen Erhebung von etwa 600 m, liegt überwiegend im Bundesland Bayern.
Von den Flüssen Main, Sinn und Kinzig klar abgegrenzt, gehört der Spessart zum Regierungsbezirk Unterfranken. Der nördliche Vorspessart gehört zum Bundesland Hessen. Mit etwa 68.800 Einwohnern ist Aschaffenburg die größte Stadt der Region.

© Steffen Hannert
@ WikipediaDer Name "Spessart" entstand aus den Worten "Specht" und "Hardt = Bergwald". Entsprechend wird der namensgebende Schwarzspecht (Dryocopus martius) in der Region als Symboltier verwendet.
Die nährstoffarmen Wiesen der Sinn bieten der Schachblume (Fritillaria meleagris) einen geeigneten Lebensraum. Dieses schmucke Liliengewächs kommt nur noch selten in Europa vor und steht gemäß Bundesartenschutz als "bedrohte Art" unter besonderem Schutz. Sie wurde 1993 zur "Blume des Jahres" gewählt.
Der nördliche Vorspessart weist kegel- und kuppelförmige Bergformen auf, während der übrige Spessart eine weitläufige, waldreiche Mittelgebirgslandschaft mit weich eingeschnittenen Tälern bildet.
Auf einem aus Granit, Gneis und Glimmerschiefer bestehenden Grundgebirge, das vor etwa 500 bis 700 Mio. Jahren entstand, lagerte sich Buntsandstein auf, der nur wenige Mineralien und fast keine Fossilien enthält. In Gängen zwischen den Gesteinen kommt Spessartit vor.
![]()
© Edith Ochs @ PixelioDie Gewinnung von Sandstein in offenen Steinbrüchen war früher ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor und wird bis heute aktiv betrieben. Im Buntsandstein eingelagert fanden sich überschaubare Mengen von Erzen wie Kupfer, Eisen und Mangan. Ihr Abbau wurde wegen sinkender Rentabilität schon vor langem aufgegeben.
Um die Wirtschaft anzuregen, wurden Glashütten, Töpfereien, Ziegeleien und Kalkbrennereien angesiedelt, ebenso wurde Salz gewonnen. Das Erz der Region wurde vor Ort verhüttet und durch Eisenhämmer bearbeitet. Dafür wurden im Vorspessart große Teile der einstigen Laubwaldbestände intensiv zur Holzkohle-Gewinnung genutzt. Ihre Rodungsflächen wurden mit Nadelgehölzen aufgeforstet.
Ausgedehnte Eichen- und Buchenwälder charakterisieren die Höhenlagen des Spessarts. Diese größten zusammenhängenden Waldflächen Deutschlands werden zu zwei Dritteln als Staatswald geführt. Darin enthaltene Naturschutzgebiete belassen den Wald in seiner Urwüchsigkeit, während ein Drittel in wirtschaftlicher Nutzung unter anderem die bekannte Spessart-Funiereiche hervorbringt.
In sanft eingeschnittenen Tälern sammeln sich die klaren Wasser des Spessarts zu Bächen und Flüssen, deren Ufer mit überschaubaren Gemeinden besiedelt sind.
Viele Täler weisen höhere Konzentrationen lehm- und lößhaltigen Bodens auf, der landwirtschaftlich genutzt wird. In günstigen Lagen gedeihen Getreide, Kartoffeln, Obst und Wein.
Die reizvolle Kombination aus beeindruckenden Wäldern, offenen Wiesenlandschaften, lauschigen Flußtälern und einem milden Schonklima machen den Spessart zu einem idealen Ziel für einen erholsamen Kurzurlaub.
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